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Dynamit

Dynamit ist die Markenbezeichnung für einen Sprengstoff, der sich nach dem Verfahren Alfred Nobels aus Nitroglycerin und Kieselgur zusammensetzt.

Mit der experimentellen Entwicklung des Dynamits gelang es Nobel 1866, einige große Probleme im Umgang mit Nitroglycerin zu lösen. Mit der Patentierung des neuen Sprengstoffs und weltweiten Firmengründungen legte er den Grundstein zu seinem Vermögen.

Das Nitroglycerin wurde 1846 von dem italienischen Chemiker Ascanio Sobrero entdeckt. Seine Explosivkraft - schon in kleinen Mengen - war so groß, dass Sobrero eine technische Anwendung des Stoffes nicht weiter verfolgte.

Brief

Nitroglycerin ist das Reaktionsprodukt aus der chemischen Umsetzung von Glycerin mit Salpetersäure und Schwefelsäure.

Chemisch rein liegt es als klares, farbloses Öl vor, die technische Form hat eine gelbliche Färbung.

Nitroglycerin gehört wie das Dynamit zu den detonierenden Sprengstoffen. Bei der Detonation durchläuft die Reaktionszone den Explosivstoff in einem Bruchteil einer Sekunde. Dabei bildet sich unter hohem Druck und hoher Temperatur eine Stoßwellenfront. Der Druck der entstehenden Verbrennungsgase läuft der Stoßwelle hinterher.

Erster Nitrierapparat der Fabrik Krümmel

Erster Nitrierapparat der Fabrik Krümmel

Detonierende Sprengstoffe werden zur Füllung von Bomben, Granaten und Minen genutzt und dienen als Sprengmittel für zivile Zwecke.
Bei der Herstellung von Nitroglycerin, bei seinem Transport und bei seiner Handhabung geschahen immer wieder schwere Unfälle. Die stofflichen Eigenschaften des Nitroglycerins konnten zur Zeit Alfred Nobels chemisch nicht beschrieben werden. Man war darauf angewiesen, Erfahrungen zu sammeln und Beobachtungen anzustellen, um den Stoff technisch nutzen zu können.

Das Sprengöl wurde im Berg- und Tunnelbau, im Eisenbahnbau und für militärische Zwecke eingesetzt, ohne sich so erfolgreich durchzusetzen wie das Dynamit. Erst das Dynamit und nachfolgende Pulversorten auf der Basis von Nitrozellulose verdrängten das Schwarzpulver allmählich.

Dynamit besteht aus drei Teilen Nitroglycerin und einem Teil Kieselgur, gebrannter Diatomeenerde. Es hat eine mürbeteigartige Konsistenz, ist wenig stoßempfindlich und läßt sich daher gut handhaben, patronieren und versenden. Die Sprengkraft ist geringer als die des Nitroglycerins, aber bei weitem ausreichend und wesentlich besser als die des Schwarzpulvers.

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