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Die Betriebe

Die beiden Fabriken waren chemisch-technische Großanlagen mit eigener Energieversorgung und eigenem Transportwesen, Anlagen, die sich zu ihrer Zeit, insbesondere während der Kriege, auf dem höchsten technischen Stand befanden. Sie besaßen eine straffe Verwaltung, Forschungs- und Prüflabors, Einrichtungen zur Sicherung wie Werkschutz und Feuerwehr und soziale Einrichtungen.

Verwaltungsgebäude der Krümmeler Fabrik und Nobelplatz um 1933

Verwaltungsgebäude der Krümmeler Fabrik und Nobelplatz um 1933

Betriebsfeuerwehr mit 2 Feuerlöschzügen auf Krümmel um 1940

Betriebsfeuerwehr mit 2 Feuerlöschzügen auf Krümmel um 1940

Frau im Pulveranzug

Es gab hohe Sicherheitsauflagen in allen Bereichen, die von der Kontrolle bei den Pförtnern bis zu Kleidungsvorschriften (Funkengefahr: Streichhölzer, Haarnadeln etc.) reichten

Frau im Pulveranzug
Düneberg 1917

 

Als die gefährlichere Anlage galt Krümmel. Die Brisanz der Ausgangsstoffe wie Nitrozellulose und Nitroglycerin, die hier hergestellt wurden, barg immer die Gefahr der Explosion.

Eingang zur Krümmeler Dynamitfabrik um 1908

Eingang zur Krümmeler Dynamitfabrik um 1908

Tatsächlich geschahen während des achtzigjährigen Betriebs einige sehr schwere Unglücksfälle.

Pulverrohmassemagazin auf Krümmel um 1915

Pulverrohmassemagazin auf Krümmel um 1915

Für Arbeiter, die täglich mit den Nitroverbindungen hantierten, bestand zudem die Gefahr der Vergiftung.
In der Dinitrobenzolfüllanlage z. B. wurden alle Arbeiter einmal in der Woche ärztlich untersucht.

Schichtwechsel Trifabrik Düneberg um 1918

Schichtwechsel Trifabrik Düneberg um 1918

 In Düneberg galt die Arbeit der Walzer als gefährlich. In der noch zu walzenden Pulvermasse, ein Arbeitsablauf, der warm vor sich ging, konnten kleinste Verunreinigungen zu einem plötzlichen Abbrand führen. Über den Walzen hingen daher Wassertanks, die sich fotomechanisch, also beim kleinsten Funken, öffneten.

Arbeiterkolonie Neubesenhorst-Düneberg

Arbeiterkolonie Neubesenhorst-Düneberg

Mittelstraße in Düneberg um 1900

Mittelstraße in Düneberg um 1900

 Als Ausgleich für die Gefahren und zur Erhaltung der Loyalität der Arbeitskräfte, auch unter schwierigen Bedingungen wie denen des Krieges, bauten die Firmen Wohlfahrtseinrichtungen auf.

Sie bestanden unter anderem aus: umfangreichen Wohnungsbau- programmen, die subventionierte Wohnungen zur Verfügung stellten; Konsumeinrichtungen, in denen günstig Lebensmittel bezogen werden konnten und aus großzügigen Ausgleichszahlungen im Krankheitsfall.

Plan eines Arbeiterhauses

Plan eines Arbeiterhauses

Küche im Ostarbeiterlager Düneberg um 1943

Küche im Ostarbeiterlager Düneberg um 1943

E-Werkstatt auf Düneberg um 1940

E-Werkstatt auf Düneberg um 1940

Weihnachtsfeier der NS-Frauenschaft in der Düneberger Kantine 1940

Weihnachtsfeier der NS-Frauenschaft in der Düneberger Kantine 1940

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Spendenkonto: Förderkreis Industriemuseum Geesthacht e.V.  Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg  IBAN: DE46 2305 2750 0003 0598 20

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